Employer Branding in der Gastronomie: Herausputzen für den Bewerber

 

Lange Arbeitszeiten, viele Überstunden, wenig Wertschätzung, ein schroffer Umgang im Alltag, jede Menge Stress … Die Liste, was alles gegen einen Job in der Gastronomie spricht, ist lang. Sehr lang! Kein Wunder, dass sich viele Menschen heute für andere Berufe entscheiden und ihr Talent dort einsetzen wollen, wo die Rahmenbedingungen besser sind. Fachkräfte mit abgeschlossener Ausbildung in der Gastronomie entscheiden sich – aus nachvollziehbaren Gründen – für andere Branchen wie Food oder Technik.

Lange wurde zu wenig getan – jetzt zahlen die Gastronomiebetriebe die Rechnung selbst. Der Fachkräftemangel hat die Branche fest im Griff. Schon jetzt findet laut DIE ZEIT jeder dritte Gastronomiebetrieb nur schwer die Mitarbeiter, die er braucht. Und die Situation wird noch schlechter werden. Wer jetzt nicht handelt, verpasst die Chance, langfristig erfolgreich zu bleiben!

 

4 Tipps, um Fachkräfte und Azubis auch in der Gastronomie zu begeistern

  1. Geregeltere Arbeitszeiten: Der Satz „Das haben wir schon immer so gemacht“ zieht nicht mehr. Bewerber, gerade die jüngeren, stellen heute andere Ansprüche an ihren Job. Und das können sie auch, denn in Zeiten des Fachkräftemangels und des Azubimangels sitzen sie eindeutig am längeren Hebel. Dann soll es doch wer anders machen. Und der muss erst einmal gefunden werden … Arbeitgeber, in der Sterneküche wie in der Großküche, sollten sich von festgefahrenen Strukturen lösen und einen Personalplan schaffen, der eine gute Work-Life-Balance ermöglicht.
  2. Ein angemessenes Gehalt: Überstunden, Stress und ein niedriges Gehalt – das passt schon auf den ersten Blick nicht zusammen. Dass da keiner lange bleiben will, überrascht nicht. Arbeitnehmer sollten sich klar vor Augen führen, dass es langfristig deutlich teurer ist, wenn sie ständig neue Mitarbeiter suchen und einarbeiten müssen, statt vorhandene Mitarbeiter durch gute Rahmenbedingungen motiviert zu halten. Im schlimmsten Fall bleibt die Personalsuche sogar ganz erfolgslos.
  3. Mehr Respekt im Umgang miteinander: Auch beim Miteinander gilt es, umzudenken. Stress gehört im laufenden Gastronomiebetrieb, gerade in der Großküche, bestimmt dazu. Viele Dinge müssen am besten gleich erledigt werden. Da bleiben freundliche Worte als erstes auf der Strecke. Deshalb sollte der Arbeitgeber klare „Leitplanken“ für den alltäglichen Umgang, auch in Stresssituationen, schaffen, an die sich alle Mitarbeiter immer halten müssen.
  4. Mehr Wertschätzung für gute Arbeit: Gerade Auszubildenden in den ersten Lehrjahren hilft Anerkennung für gute Arbeit, die eigene Leistung besser einschätzen zu können und das Selbstbewusstsein zu stärken. Selbstbewusste Mitarbeiter sind im Tagesgeschäft eine deutlich größere Unterstützung und übernehmen schneller Verantwortung. Natürlich sollte aber auch nicht zu viel und bei zu kleinen Dingen gelobt werden. Dann verliert das Lob an Wert.

 

 

Mouth-to-Mouth-Marketing: Zufriedene Mitarbeiter erzählen es gerne weiter

„Begeisterte Mitarbeiter sind die beste Werbung!“, ist sich Lukas Göcke, Anwendungsberater bei Hupfer sicher. „Wer sich auf seiner Arbeit wohl- und wertgeschätzt fühlt, wer zufrieden mit seinen Arbeitszeiten und seinem Gehalt ist, erzählt davon – seiner Familie, seinen Freunden und Bekannten. So werden Mitarbeitern zu kostenlosen Influencern. Ist dann im Betrieb eine Stelle frei, muss der Arbeitgeber nicht lange suchen.“

 

„Fachkräftemangel als große Herausforderung in der Gastronomie“

Lesen Sie schon bald mehr in unserer Serie „Fachkräftemangel als große Herausforderung in der Gastronomie“ zu Themen wie

• Über den Tellerrand geguckt: Neue Wege gehen, um Mitarbeiter zu finden
• Lieber halten, statt ständig neu suchen: Mitarbeiter begeistern und binden
• Den Blick in die Zukunft: Ohne Nachwuchs geht es nicht
• Automatisiert und digital: Wie sieht die Küche der Zukunft aus?

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