Ergonomie in der gewerblichen Küche: ein Thema von größter Relevanz

Ergonomie am Arbeitsplatz auch in der Großküche relevant

Deutschland hat Rücken. Ergonomie am Arbeitsplatz ist daher zu einem zentralen Thema geworden – und das weit über Schreibtisch und Bürostuhl hinaus. Auch in der gewerblichen Küche spielt ergonomisches Arbeiten eine essenzielle Rolle. Der Arbeitsplatz sollte optimal auf die individuellen Anforderungen eines jeden Mitarbeiters zugeschnitten sein. Sonst können dauerhafte Fehlhaltungen zu Verspannungen, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen führen. Teilweise langfristige Krankschreibungen sind die Folge.

Bedarf erkennen: Mitarbeiter sind verschieden

Die Herausforderung: In der Großküche nutzen häufiger als im Büro verschiedene Mitarbeiter die gleichen Geräte oder teilen sich im Schichtdienst den Arbeitsplatz. Abhängig von der eigenen Größe stellen sie unterschiedliche Anforderungen an die Geräte, mit denen sie arbeiten. Es kann also nicht die eine richtige Einstellung geben. Flexibilität ist gefragt.

Geräte nach Maß: Flexible Lösungen für die Großküche

Einige Hersteller von Geräten für die Großküche nehmen die Forderung nach flexiblen Lösungen schon jetzt ernst. Ein gutes Beispiel sind die Servierwagen von Hupfer. Deren ergonomischer Griff kann so eingestellt werden, dass ihn Personen mit 1,55 Meter Körpergröße ebenso nutzen können wie 2 Metern. Dies ist auch bei weiteren Transportlösungen und Stapelgeräten von Hupfer der Fall.

„Als Hersteller von Geräten für die Küchenlogistik merken wir, dass Ergonomie in der Großküche immer ernster genommen wird“, sagt Thomas B. Hertach, Leiter für Anwendungsberatung bei Hupfer. Er freut sich über die aktuellen Anfragen von Fachplanern zu diesem Thema. „Natürlich bleibt noch einiges zu tun“, fügt er hinzu und sieht vor allem bei kleineren Häusern und Betrieben in der
Gastronomie und Hotellerie Luft nach oben.

Praxistipps zur Ergonomie von Thomas B. Hertach

1) Transportieren und Heben:

Viele Aufgaben in diesem Bereich erfordern Kraft. Ein ausgeklügeltes Transport- und Lagersystem mit passenden Kästen, Transporthilfen und mobilen Regalen schafft Erleichterung. Gebrauchsartikel werden immer mal wieder ausgewechselt oder ergänzt. So muss der Austausch nicht auf einen Schlag erfolgen, sondern kann auch Schritt für Schritt durchgeführt werden.

2) Neuplanung von Speisenausgaben:

Queranordnungen von GN-Fächern sind ergonomischer als Längseinbauten. Dies gilt nicht nur für kleinere Mitarbeiter.

3) Ein Tipp bei kleinen Gästen, z. B. in Kitas oder Schulmensen:

Kleinere Tabletts EN ½ in Verbindung mit platzsparenden, rechteckigem Porzellan sind nicht nur leichter und komfortabler zu handhaben, sondern auch die wirtschaftlich bessere Lösung.

 

Sie haben Rückfragen, Ergänzungen oder sind an einem direkten Austausch mit Herrn Hertach interessiert? Kontaktieren Sie gerne unseren Experten unter info@netzwerk-culinaria.de.

Leiter des Netzwerks Culinaria

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